Heimat steht bei uns an erster Stelle-

mit diesem Slogan warb die ehemalige Kitzinger Zeitung, sie wurde ja Anfang des Jahres schon von der Mediengruppe “InFranken” aufgekauft, federführend ist hier der Fränkische Tag aus Bamberg für ihr neues layout. Ähnlich wie die Saale Zeitung in der Rhön, mußte die Kitzinger auch das “nullachtfünfzehn” Schema dieser Mediengruppe jetzt annehmen. Als ich zur Eröffnung der neuen Geschäftsräume die Glückwünsche der Bayernpartei an die Chefredakteurin Daniela Röllinger überbrachte ließ ich schon anklingen, dass die “alte” Kitzinger Zeitung mir besser gefiel. Zu diesem Zeitpunkt habe ich allerdings noch nicht gewust, dass auch die redaktionelle Freiheit der Kitzinger Mitarbeiter von Bamberg aus radikal beschnitten wird. So wurde mir mittlerweile mitgeteilt, dass Leserbriefe von “Politikern” bzw. politischen Parteien nicht mehr abgedruckt werden. Sicherlich tut uns dies besonders weh, war es doch in den vergangenen drei Jahren ein probantes Mittel um meine oder unsere politische Meinung der “breiten” Bevölkerung näher zu bringen, aber wenn alle Parteien hier gleich behandelt werden, müßen wir diesen Umstand eben hinnehmen. Hinnehmen muß und will ich aber keinesfalls die Tatsache, dass auch Berichte von uns, wie eben zum Beispiel unser Ausflug nach Südtirol oder der Hinweis auf unserem Stammtisch nicht mehr abgedruckt werden, dies hat mit Gleichbehandlung nichts mehr zu tun, wenn im selben Atemzug ähnliche Veranstaltungen anderer Parteien gleichwohl veröffentlicht werden. Schaut man die heutige Ausgabe (21.10.2010) jedoch an so wird einem etwas bewusst, der Shop welcher den Geschäftsräumen angeschlossen ist beinhaltet hauptsächlich Artikel aus dem Frankenlandversand, der Besitzer diese Versandhauses ist sehr stark im Fränkischen Bund und auch in der Partei für Franken aktiv und offensichtlich findet hier von Bamberg einhergehend ein sehr starker Lobbyismus statt und meine “Bayernpartei” paßt deshalb vom Namen her schon in das “Beuteschema” der Verleger. Will man dem Ganzen noch etwas Gutes abgewinnen, dann die Tatsache, dass die “alte Kitzinger Zeitung” uns in den vergangenen drei Jahren mit der Veröffentlichung unserer ´Stellungnahmen zu einen kleinen “<strong>Kultstatus</strong>” in Kitzingen verholfen hat, ohne zu übertreiben kann ich sagen, dass es hunderte von bisherigen Lesern der Kitzinger gibt, welche auf regelmäßige “Leserbriefe” warten. Vielleicht machen es auch einige so wie ich, und wechseln wieder zurück zur Main Post, die ist zwar nicht Kitzingerisch aber wenigstens unterfränkisch. Und Ich bin da ehrlich, <strong>Heimat steht bei mir an erster Stelle</strong>. Ach ja, um meine kleine Fangemeinde nicht zu enttäuschen werde ich nun regelmäßig in Kitzingen ein Flugblatt mit dem Titel <strong>Olsamol gebabbelt-es Blattla vo Kitzi</strong> mit den aktuellen Stellungnahmen der Bayernpartei verteilen. Natürlich kann ich die Auflagenzahlen der Zeitung damit nicht erreichen, aber mir persönlich reicht ja auch meine Bayernpartei in den nächsten Stadt- und Kreisrat zu bringen und dafür wird es auch unter diesen widrigen Umständen allemal reichen, denn wer mich kennt weiß, dass ich von einem eingeschlagenen Weg nicht mehr abzubringen bin. Ich kann halt meine Herkunft als fränkischer Dickkopf nicht verleugnen, und ganz ehrlich das möchte ich auch nicht, denn ich bin nach wie vor auch stolz darauf ein Franke zu sein- auch wenn einige dies nicht verstehen wollen-auch und vor Allem als Bayernparteiler!
Uwe G. Hartmann, Kreisvorsitzender Kitzingen

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